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Mit seiner ersten thematischen Personalausstellung lässt uns Mathias Buß
teilnehmen an dem Zauber von Afrika. In eher kleinen Formaten hat er
große Eindrücke festgehalten: Morgendämmerung in der Savanne, Berge im Hintergrund. Einsame, der Hitze trotzende Bäume, atmosphärisch schwebende Farben über dem Salz der Etosha-Pfanne im Norden des Landes. Norden, das heißt - anders als bei uns - noch dürrer, noch heißer, näher am Äquator. Morgen, das Licht kommt später; Abend, wenn die Berge noch golden glühen, die schier endlose Ebene aber bereits im Dämmer versinkt. Und immer wieder Weite und Licht.

Malerei einerseits als Sammlung, Gegenkraft zur Gespanntheit der Seele, wie wir sie alle im Alltag erleben. Vorbedingung für den schöpferischen Akt ist eine gewisse Sehnsucht, den Dingen und Zuständen auf die Spur zu kommen. Das eigene Denken muss sich zurücknehmen, um ganz dem Fühlen Platz zu machen. Buß lässt seine Eindrücke sprechen. Die Mittel sind denkbar einfach, er kommt mit wenigen klar unterschiedenen Hauptfarben aus. Alles ist auf wohlüberlegtem Grund gesetzt, mit weichen Übergängen, dem Pastell entsprechend.

Malerei andererseits also als Ausdruck des inneren Befindens, als
Botschaft. Spiegelung einer äußeren Reise und eines Weges nach innen.
Malerei braucht die Stille, und so laden diese stimmungsvollen Pastelle zur Betrachtung ein. Es ist nur zu wünschen, dass dieser Reise von Mathias Buß noch viele mit ähnlich einfühlsamen Reflexionen folgen werden. „

Rainer Pagel
aus dem Katalog zur Ausstellung; Bertuch-Verlag Weimar, 2008
ISBN:978-3-937601-69-4
 

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